Der kluge Mensch unterstützt das Werk der Sterne
- Ptolemäus

Die Zeitqualität der nächsten Jahre

Wo stehen wir persönlich und gesellschaftlich?

Wir leben in der Zeit eines großen Strukturwandels. Auf fast allen Ebenen unseres Lebens erleben wir Umbrüche. Wie es scheint, stoßen wir an die Grenzen unseres bisherigen Weltbildes. Das, was sich über lange Zeit bewährt hat, erfüllt nicht mehr seine Funktion und es erfüllt uns selbst nicht mehr. Damit verbunden erwacht in uns der Wunsch, Wesentliches in unserem Leben zu ändern. Dazu braucht es Mut. Denn selbst wenn wir bereit sind, unbefriedigende Zustände hinter uns zu lassen, kennen wir den Weg nicht: Es ist eine Reise in unbekanntes Land.

In den vergangenen Jahren hat uns das spannungsreiche Quadrat von Uranus und Pluto einen intensiven Transformationsprozess angezeigt. Unsere Welt wurde in ihren Grundfesten erschüttert. Wie nach einem Erdbeben stehen nicht wenige Menschen unter Schock und fühlen sich orientierungslos. Andere sind dabei, die Trümmer zu beseitigen und ihr Leben neu zu ordnen. Doch was hat dieses Beben überhaupt zu bedeuten? Warum scheint im Großen wie im Kleinen kein Stein mehr auf dem anderen zu bleiben?

Was will uns die Krise sagen?

Wenn wir auf unser Leben zurückblicken, erkennen wir, dass sich meist erst im Nachhinein verstehen lässt, wofür etwas gut war und wie viel Gutes aus einer Krise hervorgegangen ist. Deshalb lohnt sich der Blick zurück auf die vergangenen vier bis sieben Jahre.

Die Verluste, Abschiede und Herausforderungen der letzten Jahre haben uns ganz offensichtlich wachgerüttelt und motiviert, unseren tiefsten Wünschen und Bedürfnissen mehr Beachtung zu schenken und sie in Übereinstimmung mit unserem Leben zu bringen.

„Probleme können wir niemals auf der Ebene lösen, auf der sie entstanden sind.“ Diese Worte von Albert Einstein sind in unserer Zeit des Wandels und der Neuorientierung aktueller denn je. Wir erkennen, dass die Strategien wie Angriff oder Abwehr, mit denen wir bisher Krisen gemanagt haben, Situationen nur verschlimmern. Manipulatives Handeln, Machtgebärden oder auch Vetternwirtschaft muten mit einem Mal seltsam an. Auch Gewinn, Wachstum oder Prestige orientiertes Denken erscheinen in einem anderen Licht.

Wohin geht die Reise?

Nachthimmel

Dank Pluto im Steinbock (von 2008 bis 2024) sind wir dabei, eine neue Ebene zu finden, auf der wir unsere Probleme lösen können. Diese Konstellation signalisiert uns, dass wir die Reife haben, im Großen wie im Kleinen Verantwortung für uns selbst und die Gesellschaft zu übernehmen. Verantwortung meint vor allen Dingen, dass wir Schuldzuweisungen und Projektionen zurücknehmen. Denn auch wenn Bedrohungen, Missstände und Verletzungen von außen auf uns zukommen, haben sie mehr mit uns und unseren inneren Einstellungen zu tun, als uns bewusst ist. Indem wir unseren Anteil an den Problemen erkennen, können wir sie transformieren.

Auch Neptun in den Fischen (von 2011 bis 2026) gibt uns wichtige Hinweise auf den nächsten Entwicklungsschritt der Menschheit. Seine Botschaft lautet: Wir sitzen alle in einem Boot, denn auf einer spirituellen Ebene gibt es keine Trennung, alles ist eins und miteinander verbunden. Neptun zeigt an, dass wir dabei sind, wahres Mitgefühl zu entwickeln. Dieses weckt ganz natürlich das Bedürfnis in uns, Tiere und die Umwelt zu schützen sowie Menschen in Not (z.B.:Flüchtlinge) zu helfen. Wer genau hinschaut, kann erkennen, wie viel sensitiver und feinfühliger wir in den letzten Jahren geworden sind. Vegane Ernährung, alternative Heilmethoden oder Energiearbeit boomen.

Was bringt uns das Wassermann-Zeitalter?

„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, ruft uns Uranus zu, der Herrscher von Wassermann. Seine Entdeckung 1781 geschah fast zeitgleich mit der Französischen Revolution und der Unabhängigkeitserklärung der USA. Uranus duldet keine Standesunterschiede und Freiheitsbeschränkungen. Er erinnert uns daran, dass wir unsere Individualität entwickeln, denn so können wir dem großen Ganzen am besten dienen – mit unserem einzigartigen Potenzial.

Es war die Hippie-Bewegung vor 50 Jahren, die den Anbruch des Wassermann-Zeitalter besang und herbeisehnte. In dieser Zeit stand Uranus ganz eng mit Pluto zusammen. Die Botschaft lautete, sich machtvoll gegen Unterdrückung und Benachteiligung aufzulehnen und für Frieden und Freiheit einzutreten. In den vergangenen Jahren begegneten sich Uranus und Pluto erneut. Dieses Mal war ihre Konstellation noch spannungsreicher. Der arabische Frühling ist ein Beispiel für die fesselnsprengende Energie dieser Planetenkonstellation.

In welche Richtung wandelt sich unsere Gesellschaft?

In den nächsten Jahren wird uns die Uranus/Wassermann-Thematik weiter begleiten. Ende 2020 begegnen sich Jupiter und Saturn nach 800 Jahren wieder im Wassermann. Diese sogenannte „Große Konjunktion“ zeigt auch insofern einen Paradigmenwechsel an, weil damit gleichzeitig der knapp 200jähriger Jupiter-Saturn-Zyklus im Erdelement zu Ende geht. Damit geht unser gesellschaftlicher Fokus weg von der Materie – Besitz, Geld, Körperlichkeit – hin zu geistigen Werten.

„Wassermann“ ist der Weltverbesserer und Visionär. Sein Herrscher Uranus steht für die himmlische Kraft der Intuition. Doch erst wenn ein Mensch sich von kollektiven Mustern und familiären Konditionierungen gelöst hat, wird er seiner Intuition folgen und seine Individualität entwickeln. Um in der Gesellschaft und Gemeinschaft seinen Beitrag zu leisten und dem großen Ganzen zu dienen, muss er seine eigene Kreativität entdeckt haben.

Insofern ist es weise, schon jetzt das zu entwickeln, was in uns angelegt ist. Mit Plutos Eintritt in den Wassermann (2024 bis 2042) werden dann endgültig Wassermann-Ideale einen Durchbruch erleben. Dann wird es ein gesellschaftliches Anliegen sein, in Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit bessere Gegebenheiten für alle Wesen dieser Erde zu schaffen.